Lost Planet: Extreme Condition
Auf der X-Box 360 schon länger vertreten, haben nun auch PS3 Besitzer die Möglichkeit, den Eisplaneten E.D.N III, auf dem die Menschheit in ferner Zukunft Zuflucht sucht, näher zu erkunden. Die in Anime ähnlichen Zwischensequenzen erzählte Story verrät nicht viel und verwirrt eher, als das sie Licht ins Dunkel bringt. Der Spieler ballert sich im Spielverlauf durch Horden von Akrids, insektenartige Aliens, die dem Hauptdarsteller nach dem Leben trachten. Eine Reihe von Waffen erleichtert den Kampf gegen das Ungeziefer. Maschinengewehre, Raketenwerfer und Gatlingkanonen gehören zur Ausrüstung den Solo Kämpfers. Dazu lassen sich hier und da so genannte Vital Suits, schwer bewaffnete und gepanzerte Mechs, zur Vernichtung der Angreifer nutzen.
Um im Spiel Höhenunterschiede zu überwinden, kann der Spieler eine Art Enterhaken nutzen, den er auf eine höher gelegene Ebene richtet und daran hochgezogen wird. Die Spielzeit ist mit ca. 7 Stunden klar zu kurz geraten, verschiedene Lösungswege gibt es nicht, das Leveldesign gestaltet sich linear. Bei der Umsetzung auf die PS3 kamen leider zu der bereits von der X-Box 360 bekannten lahmen Story und der schwachen KI noch einige kleinere Probleme hinzu. So reißt Euch ein Treffer eines Raketenwerfers jedes Mal zu Boden, wobei die Figur danach wertvolle Sekunden mit dem Aufstehen vergeudet, um im schlimmsten Fall gleich wieder zu Boden zu gehen. Für Freunde der gepflegten Massenballerei mit großer Waffenauswahl in einem grafisch schicken Szenario, lohnt sich Lost Planet: Extreme Condition dennoch. Das Kämpfen mit Mechs gegen einen übergroßen Super Alien macht besonders Spaß und fordert sogar etwas Taktik vom Spieler.